In GestalteMIT sind bisher 30 Unternehmen an den drei Standorten Bautzen, Chemnitz und Ostthüringen aktiv. Aufgrund der guten Ergebnisse und der anhaltenden Nachfrage verlängern wir das Projekt, damit weitere Unternehmen in Bautzen und Chemnitz aktiv werden können.

In Zukunft sollen die Kümmerer im Rahmen des Projektes zudem die Möglichkeit erhalten, sich das notwendige Rüstzeug für die Begleitung von Zugewanderten und Geflüchteten anzueignen, um die eigene Organisation und Belegschaft darauf vorzubereiten und sich mit anderen Unternehmen auszutauschen.

In Bautzen erfolgte der Start im Januar 2017. Die Runde in Chemnitz ist im Juni 2017 gestartet.

Ein Einstieg in Chemnitz ist noch möglich.

Den Flyer (320 kB) können Sie hier downloaden.

Haben Sie Interesse, setzen Sie sich freundlicherweise mit uns in Verbindung.

Claudia Weber

Telefon  0371 36 95 824

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In unregelmäßigen Abständen informieren wir Sie über den Projektverlauf in unserem Newsletter, den Sie hier herunterladen können:

Newsletter 5 vom Mai 2017

Newsletter 4 vom November 2016

Newsletter 3 vom April 2016

Newsletter 2 vom Dezember 2015

Newsletter 1 vom Oktober 2015

 

 

Am 06.06.2017 fand die Auftaktveranstaltung des Projektes GestalteMIT für den Zyklus IV in Chemnitz bei der ATB Arbeit, Technik und Bildung gGmbH statt. Die Veranstaltung zielte darauf ab, dass sich die Teilnehmer gegenseitig sowie die wichtigsten Informationen für den Ablauf des Projektes kennenlernen. Die Teilnehmer stellten sich anhand ihres Schlüsselbundes vor. Dabei kamen interessante Zusatzinformationen zu Tage, z.B. ob man Arbeit und Privat auch schlüsselmäßig trennt, viel Fahrrad fährt oder Erinnerungsstücke aufbewahrt.

    

Im Anschluss starteten wir mit dem Thema Innovation, da die Beschäftigung mit dem Thema die Grundlage ist für

  1. eine erfolgreiche Etablierung der Kümmererrolle im Unternehmen und
  2. den Anstoß von Neuem sowie die Mitnahme der Beschäftigten.

Innovation bedeutet immer auch eine Veränderung. Deswegen beantworteten wir die Fragen: Wie kann man Veränderungsprozesse gestalten und managen? Wie kann man die Mitarbeiter mitnehmen? Und wie geht man mit Widerstand um? Zusätzlich beschäftigten wir uns mit den Rahmenbedingungen von Innovation und untersetzten sie mit Beispielen aus dem betrieblichen Alltag.

 

 

Gestalte MIT war im ddn-Info-Bus vertreten

Mobiler Unternehmerservice im Infobus in Sachsen auf Tour - Mit an Bord waren Spezialisten zum Thema Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt.

Wo Fachkräfte fehlen, sind nachhaltigem Wirtschaftswachstum enge Grenzen gesteckt. 2015 konnte jeder dritte Ausbildungsplatz in Sachsen nicht besetzt werden. Um Personalverantortlichen in dieser Situation neue Strategien aufzuzeigen, war seit dem 30. August 2016 ein mobiler Infobus auf den Weg durch den Freistaat. „Arbeit schafft Zukunft“, heißt die Aktion, die vom Demographie Netzwerk Sachsen in Kooperation mit dem INQA-Projekt GestalteMIT ins Leben gerufen wurde. Unterstützung hat das Projekt von der Sächsischen Staatskanzlei erhalten.

 
An vier Terminen zwischen August und Oktober 2016 hat der Bus in den Landkreisen Mittelsachsen, Sächsische-Schweiz/Osterzgebirge und im Erzgebirskreis Station gemacht. Die Standorte in unmittelbarer Nähe zu Unternehmen, quasi vor der Haustür der Unternehmer und Unternehmerinnen, machten es möglich, eine Vielzahl von Interessenten zu erreichen. Damit konnte das Projekt Gestalte MIT inklusive der Erweitereung im Jahr 2017 publik gemacht werden.

Neben der persönlichen Ansprache der im Bus befindlichen Institutionen und Akteure, wurde ein Informationsmaterial mit Adressen und Ansprechpartnern bereitgestellt. In der Übersicht sind die Partner gelistet, an die sich interesseirte Unternehmer und Unternehmerinnen wenden können, wenn sie Fragen zur Beschäftigung, zur Ausbildung oder zu Praktika für Geflüchtete haben.

Verfügbar sind die Informationen für die Regionen:

  • Mittelsachsen
  • Osterzgebirge/Sächsiche Schweiz
  • Erzgebirge

Diese Informationsmaterialien senden wir Ihnen auf Anforderung gerne zu. Senden Sie uns eine Mail mit der Nennung der Region.

 

Weitere Informationen und kurze Berichte finden Sie unter:

http://www.atb-chemnitz.de/

http://www.demographie-netzwerk.de/themen/details/aktuelles/ddn-infobus-bringt-know-how-in-die-region/

http://www.andrassy.de/infobus-tour-arbeit-schafft-zukunft/

 

 

Videodokumentationen:

https://player.vimeo.com/video/182076433

https://player.vimeo.com/video/183845140

https://player.vimeo.com/video/183842148

https://player.vimeo.com/video/183841872

 

 
   
   
   
 
   

 

 

 

 

 

Zukunft der Arbeit – Chancen und Herausforderungen

Am 13. September 2016 fand die 1. Regionalkonferenz der Offensive Mittelstand Netzwerk Ostthüringen in der Vogtlandhallte Greiz statt. Durch den Nachmittag begleitete der Moderator Herr Dr. Michael Uhlmann, Geschäftsführer der ATB Arbeit, Technik und Bildung gGmbH aus Chemnitz.

 

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Herrn Ralf Hupfer, dem Koordinator des Offensive Mittelstand Netzwerkes Ostthüringen. Er zeigte auf, wie die Offensive Mittelstand durch die Zusammenarbeit im Netzwerk für kleine und mittel¬ständische Unternehmen ein Gewinn sein kann, damit diese auch fernab von Strukturen der Großkonzerne im Wandel der Arbeitswelt bestehen können.

Anschließend begrüßte Herr Gerd Grüner, Bürgermeister der Stadt Greiz, die anwesenden Gäste. Er verwies in seinem kurzen Problemaufriss auf die anstehenden Herausforderungen für die regionalen Unternehmen und zeigte sich erfreut, dass die Regionalkonferenz der Offensive Mittelstand Ostthüringen in Greiz durchgeführt wird.
In ihrem Vortrag stellte Anke Weithase, Netzwerkkoordinatorin der Offensive Mittelstand in Sachsen, die Ziele der Offensive in Deutschland vor. Diese unabhängige Initiative mit über 350 Partnern unterstützt mittelständische Unternehmen, damit sie durch die Gestaltung guter Arbeitsbedingungen langfristig innovativ und attraktiv bleiben.
Herr Achim Sieker, Referent des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, hob in seinem Vortrag die vielfältigen Aktivitäten der Initiative Neue Qualität der Arbeit hervor. Er verwies auf die unterschiedlichen Angebote und Unterstützungsstrukturen, auf die die KMU zurückgreifen können, um ihre Unter¬nehmensentwicklung voran zu treiben. Zu nennen wären hier u.a. die Partnernetzwerke von INQA, Checks und Tools zur Unternehmensanalyse, das Beratungsprogramm unternehmensWert:Mensch sowie das INQA-Audit Zukunftsfähige Unternehmenskultur.
Herr Prof. Dr. Michael Behr, Abteilungsleiter Arbeit und Qualifizierung im Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, stellte in seinem Vortrag „Fachkräftebedarf und Arbeitsmarkt – Perspektiven für Ostthüringen“ die Entwicklung des Thüringer Arbeitsmarktes seit der Wende dar und verwies auf die aktuellen Herausforderungen und Chancen des Freistaates. Er betonte, dass sich Thüringen als „Deutsches Schweden“ gemausert hat, mit der Chance, zu einer der bestintegrierten Vollbeschäftigungsgesellschaften Europas zu werden. Dies zeigt sich z.B. anhand der guten Erwerbsbeteiligung von Frauen bei gleichzeitig vergleichs¬weise hoher Geburtenrate. Herausforderungen liegen in Thüringen dennoch weiterhin im Bereich der besseren Integration von Älteren, Frauen, Migranten, Langzeitarbeitslosen und Menschen mit Behinderungen, um durch Renteneintritte wegfallende Arbeitskräfte zu kompensieren.
An diesen Vortrag schlossen sich die Ausführungen von Herrn Carsten Fröhlich, Consulter am Beispiel der HBS Elektrobau GmbH Oettersdorf, an, der über seine Erfahrungen beim Recruiting und der langfristigen Bindung von ausländischen Mitarbeitern berichtete. Er stellte neben Herausforderungen die Chancen und seine persönlichen Gelingensfaktoren vor. Er warnte gleichzeitig aber auch vor übersteigerten Erwartungen an dieses Vorgehen, um Unternehmen vor Enttäuschungen zu bewahren. Bei einem planvollen Vorgehen, welches die Belegschaft vorbereitet und einbezieht, bestehen günstige Voraussetzungen, um Mitarbeiter aus dem Ausland langfristig in das Unternehmen zu integrieren.
Nach einer Vernetzungspause stellte Frau Angelika Stockinger, Koordinatorin der Offensive Mittelstand Netzwerk Baden Württemberg, die Entscheidungshilfen Arbeit 4.0 vor. Diese Entscheidungshilfen ermöglichen KMU eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Mittelstand 4.0. Unternehmer erhalten damit Informationen, bekommen Zusammenhänge aufgezeigt und können somit Potenziale für ihr eigenes Unternehmen erschließen. Gleichzeitig dient dieses Tool auch Beratern und Beraterinnen, um das Thema Industrie 4.0 ihren mittelständischen Kunden näher zu bringen.
Im Beitrag „Gestalte MIT! – Gemeinsam voneinander lernen – mit kleinem Einsatz in KMU viel bewegen“ berichteten Christian Mothes, Personalreferent der MAHLE Industrial Thermal Systems Reichenbach GmbH und Sebastian Sommerfeld, Geschäftsführer Rettungsambulanz Greiz GmbH zusammen mit der Projektmitarbeiterin Philine Meyreiß (ATB Arbeit, Technik und Bildung gGmbH) von ihren praktischen Erfahrungen mit dem INQA-Projekt GestalteMIT. Sie berichteten, welche Chancen die Mitwirkung in einem solchen Projekt bietet. Diese liegen insbesondere in der Vernetzung und im konkurrenzlosen Austausch untereinander, um durch gute Arbeitsbedingungen und Personalarbeit dem Ruf als attraktiver Arbeitgeber in der Region Ostthüringen gerecht zu werden.
Anschließend berichtete Christian Weyer, Bereichsleiter Gesundheit der Bauerfeind AG Zeulenroda, in seinem Praxisbericht „Gesundheit sichern im Betrieb“ über Gründe, Ansatzpunkte und Potenziale eines betrieblichen Gesundheitswesens. Er zeigte auf, wie Bauerfeind mit „Orthopädischen Services“ Gesundheit in Betrieben fördert.
Zum Abschluss der Vortragsreihe stellt Herr Andreas Polster, Geschäftsführer iapo – Institut für innovative Arbeitsgestaltung, Praxisberatung und Organisationsentwicklung in Lößnitz, seine „Beratersicht“ auf die Zukunft der Arbeit dar. Er verwies insbesondere auf die Herausforderungen in der Führung von Unternehmen, die heute oftmals noch so gehandhabt wird, wie sie früher einmal – in einer steuer- und planbaren Welt – funktional war. Er zeigte auf, dass hier ein Wandel hin zu einem modernen Management 4.0 dringend notwendig ist.
In der Talkrunde „Nachgefragt! Arbeit intelligent gestalten, aber wie?“ bat der Moderator Herr Dr. Michael Uhlmann Herrn Achim Sieker (BMAS), Herrn André Zeidler (GETT Gerätetechnik GmbH Treuen), Frau Kathrin Horn (BVMW), Hans-Jörg Lindner (TraCon GmbH & Co.KG Gera), Stephan Marek (Wirtschaftsförderer der Stadt Greiz) und Herrn Sven Heisig (Bestattungsinstitut Weberstraße Greiz) zum Gespräch. In dieser Runde ging es darum, das Thema des Tages – die Chancen und Herausforderungen der Zukunft der Arbeit – aus den unterschiedlichen Perspektiven – Politik, Unternehmer, Wirtschaftsförderer und Verbandsvertreter zu beleuchten und zu diskutieren. Dabei zeigte sich, dass es grundsätzlich nicht an Angeboten für Unternehmen mangelt. Die Herausforderung für Unternehmen besteht aber darin, aus dem Angebot zielgerichtet zu wählen und sich durch die zahllos erscheinenden Möglichkeiten durchzukämpfen bzw. auch manchmal den ersten Schritt zu tun. Weiterhin zeigte sich auch, dass es gerade in einer kleinteiligen Wirtschaftsregion wir Ostthüringen einer guten Vernetzung bedarf, um die Wirtschaft optimal für die Zukunft aufzustellen. Eine solche Möglichkeit der Vernetzung bietet z.B. die Offensive Mittelstand Netzwerk Ostthüringen.